Navigierte Implantation in Böblingen

Fakten zur navigierten Implantation

Methode:Implantation mit 3D-geplanter Bohrschablone
Grundlage:DVT (3D-Röntgen) und digitalisierte Kiefermodelle
Geeignet:z. B. bei wenig Knochen, mehreren Implantaten, "Feste Zähne an einem Tag"
Bohrschablone:im 3D-Druck gefertigt beim Implantathersteller Camlog in Deutschland
Kosten:individuell nach Aufwand, keine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse

Damit ein Zahnimplantat dauerhaft stabil sitzt und sich harmonisch in Ihre Zahnreihe einfügt, kommt es auf den exakten Winkel und die richtige Position im Kieferknochen an. Bei einer navigierten Implantation überlassen wir das nicht dem Augenmaß während der Operation. Stattdessen planen wir den gesamten Eingriff vorab am Computer auf Basis dreidimensionaler Röntgenbilder. Eine passgenaue Bohrschablone überträgt diese Koordinaten anschließend in Ihren Mund und führt unsere Instrumente exakt an die vorgesehene Stelle.

Empfindliche Bereiche wie Nervenbahnen oder die Kieferhöhle schützen wir so von vornherein zuverlässig. Da wir Ihre Anatomie schon digital analysiert haben, verläuft die Behandlung zudem meist deutlich gewebeschonender als die klassische Implantation. Und weil wir das Provisorium und den späteren Zahnersatz schon von Anfang an mitplanen, können Sie in bestimmten Fällen kurze Zeit nach dem Eingriff mit festen Zähnen nach Hause gehen. Gerne beraten wir Sie persönlich in unserer Praxis in Böblingen zu den Vorteilen der navigierten Implantation. Vereinbaren Sie am besten direkt online einen Termin.

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Häufig gestellte Fragen zur navigierten Implantation

Nein. Wie bei jeder Implantation führen wir den Eingriff unter örtlicher Betäubung durch. Während der Behandlung spüren Sie lediglich ein leichtes Vibrieren oder Druckgefühl. Auf Wunsch ist (z. B. bei Angstpatienten) eine Sedierung möglich. In der folgenden Heilungsphase können leichte Schmerzen auftreten, die sich erfahrungsgemäß gut mit Schmerzmitteln behandeln lassen. Diese erhalten Sie standardmäßig nach jeder Implantat-OP von uns.

Ja, die navigierte Implantation lässt sich mithilfe der vorherigen 3D-Darstellung der anatomischen Strukturen (Nerven und Kieferhöhle) viel genauer planen und bietet dadurch eine deutlich höhere chirurgische Sicherheit und Präzision als die herkömmliche Methode. Dennoch handelt es sich auch hier um einen chirurgischen Eingriff, mit dem - wie bei allen Operationen - allgemeine Risiken (z. B. Nachblutungen, Wundheilungsstörungen, Infektionen) verbunden sind. Dank umfassender Expertise und Erfahrung sowie der Einhaltung strenger Sicherheits- und Hygienerichtlinien lassen sich diese Risiken jedoch auf ein Minimum reduzieren.

Das hängt von verschiedenen Faktoren ab. In bestimmten Fällen können wir direkt nach der Implantation einen provisorischen Zahnersatz auf den Implantaten befestigen. Mehr dazu erfahren Sie auch auf unserer Seite zum Thema „Feste Zähne an einem Tag“. Da wir den provisorischen und den endgültigen Zahnersatz schon bei der digitalen Implantatplanung mitberücksichtigen, ist hierfür alles gut vorbereitet. Welche Lösung bei Ihnen möglich ist, klären wir gerne im Beratungsgespräch.

Reicht das Knochenangebot Ihres Kiefers nicht für eine stabile Verankerung der Implantate aus, müssen wir zuerst Knochen aufbauen. Ob das nötig ist und welche Methode für den Knochenaufbau bei Ihnen infrage kommt, besprechen wir nach der Untersuchung persönlich mit Ihnen.

Die Kosten hängen vom individuellen Aufwand ab. Nach einem persönlichen Beratungsgespräch in unserer Praxis erstellen wir für Sie einen individuellen Heil- und Kostenplan. Darin sind alle zu erwartenden Kosten transparent aufgeführt. Die gesetzliche Krankenversicherung beteiligt sich leider nicht an der navigierten Implantation. Sind Sie hingegen privat oder über eine Zusatzversicherung versichert, kann je nach Vertrag eine Erstattung möglich sein. Das klären Sie am besten schon vorab mit Ihrem Versicherer.

Was ist eine navigierte Implantation, und was ist der Unterschied zur herkömmlichen Implantation?

Bei der herkömmlichen Implantation fertigen wir vorab ein zweidimensionales und/oder dreidimensionales (DVT) Röntgenbild Ihres Kiefers an. Die Bohrung für das Implantatbett führen wir anschließend mit viel Erfahrung freihändig durch. Bei unkomplizierten Knochenverhältnissen reicht dieser bewährte Weg völlig aus.

Die navigierte Implantation erlaubt es uns, die Implantatposition im Kieferknochen vorab perfekt zu bestimmen. So können wir unter anderem den exakten Verlauf von Nerven begutachten und die optimale Position Ihrer künstlichen Zahnwurzeln vorab am Computermodell planen. Auf dieser Grundlage lassen wir eine Bohrschablone anfertigen, die unsere Instrumente später millimetergenau durch Ihren Kieferknochen führt. So bleiben empfindliche Strukturen geschützt und Ihr Implantat sitzt später genau an der von uns zuvor berechneten Stelle. In der Zahnmedizin nennen wir dieses Verfahren daher auch schablonengeführte Implantation mit Backward-Planning.

Für wen ist eine navigierte Implantation geeignet?

Wenn Sie noch über reichlich stabilen Knochen verfügen und lediglich eine gut zugängliche Lücke mit einem Implantat versorgen lassen möchten, lässt sich auch mit dem klassischen Verfahren ein sehr gutes Ergebnis erzielen. Die navigierte Implantation bietet sich vor allem dann an, wenn die anatomischen Voraussetzungen anspruchsvoller sind. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn:

  • Ihr Kieferknochen sich durch Zahnverlust stark zurückgebildet hat und wir das verbliebene Knochenangebot optimal ausnutzen müssen.
  • die geplante Implantatposition nah am großen Unterkiefernerv oder am Boden Ihrer Kieferhöhle liegt und daher maximale Präzision nötig ist.
  • Sie einen zahnlosen Kiefer haben und wir für Ihren Zahnersatz mehrere Implantate (z. B. für "Feste Zähne an einem Tag") einsetzen müssen.
  • mehrere Implantate in einem Operationstermin gesetzt werden sollen.
  • Sie Implantate im Frontzahnbereich (Schneide- und Eckzähne) benötigen und ein besonders harmonisches Ergebnis erzielt werden soll.
  • Wenn in einem Operationstermin Zähne entfernt werden sollen und direkt Implantate eingebracht werden.

Das Verfahren bietet sich auch an, wenn Sie Wert auf einen minimalinvasiven Eingriff legen. Durch die sorgfältige Vorplanung und den Einsatz der Schablone reichen vergleichsweise kleine Schnitte aus.

Wie läuft eine navigierte Implantation ab?

Zuerst erstellen wir eine dreidimensionale Aufnahme Ihres Kiefers mittels digitaler Volumentomographie (DVT). Diese zeigt uns Ihre exakte Knochenstruktur in räumlichen Schichten, inklusive der Lage wichtiger Nerven. Ausführliche Details zu dieser innovativen Technik finden Sie auch auf unserer Informationsseite zum DVT-Röntgen. Parallel dazu erfassen wir Ihre aktuelle Zahnsituation und erstellen daraus ein präzises Modell Ihres Kiefers. Dieses Modell wird mit einem hochauflösenden Modellscanner digitalisiert.

Im nächsten Schritt führen wir die Daten aus dem 3D-Röntgen und dem Modellscan in unserer Planungssoftware zusammen. So können wir den gesamten Eingriff unter Berücksichtigung Ihres Knochenangebots und der Lage wichtiger Strukturen wie Nerven und der Kieferhöhle virtuell planen und simulieren. Zusätzlich können wir digital bereits den definitiven Zahnersatz planen und dies in die Implantatpostionsbestimmung einfließen lassen. Sollte Ihre vorhandene Knochensubstanz doch nicht ausreichen, planen wir den notwendigen Knochenaufbau (Augmentation) direkt digital anhand Ihrer Anatomie mit. Aus den finalen Daten entsteht der Bauplan für Ihre Bohrschablone. Diese fertigt der Implantathersteller Camlog (Deutschalnd) für uns im präzisen 3D-Druckverfahren aus biokompatiblem Kunststoff an.

Am Behandlungstag betäuben wir den Bereich gründlich örtlich. Danach setzen wir die sterilisierte Schablone fest auf Ihre Zahnreihe auf, führen die Bohrer durch die Titanhülsen der Schablone und bereiten das Implantatbett vor. Dank des integrierten Tiefenstopps erreichen wir exakt die geplante Tiefe und Achse. Anschließend drehen wir das Implantat direkt durch dieselbe Führung in den Knochen ein und versorgen Sie je nach Behandlungsplan unmittelbar mit Ihrem Provisorium. Wenig später können Sie unsere Praxis in Böblingen wieder verlassen.

Welche Vorteile hat die navigierte Implantation, und wo liegen ihre Grenzen?

Der größte Vorteil für Sie ist die Planungssicherheit. Da wir das Knochenangebot und die Nervenverläufe vorab genau kennen, verläuft der gesamte Eingriff meist zügiger und schonender. Oft genügt ein kleiner Schnitt, da wir den Kieferknochen nicht großflächig freilegen müssen. Das reduziert Schwellungen und beschleunigt die Heilung. Zudem sitzt das Implantat später in der optimalen Position.

Es gibt aber auch einige Punkte die beachtet werden müssen. Durch die Vorbereitung und die externe Fertigung der Schablone vergehen zwischen Ihrem ersten Termin und dem Eingriff einige Tage. Für eine kurzfristige Versorgung mit Zahnersatz eignet sich dieser Weg daher nicht. Die gesetzlichen Krankenkassen beteiligen sich zudem grundsätzlich nicht an den Kosten für 3D-Röntgen und Bohrschablone, sodass wir Ihnen diesen Aufwand privat in Rechnung stellen müssen.

Auch die Anatomie ist ein begrenzender Faktor bei der navigierten Implantation. Damit wir die Schablone und den Bohrer ansetzen können, braucht es genügend Platz in der Höhe. Ist Ihre Mundöffnung stark eingeschränkt oder soll ein Implantat weit hinten im Backenzahnbereich gesetzt werden, stößt das System manchmal an seine Grenzen. Wir wägen deshalb individuell für Sie vorab genau ab, ob Ihnen die Schablone einen echten Nutzen bringt oder ob das klassische Vorgehen ebenso sicher ans Ziel führt.